Botschaft aus der irrealen Wirklichkeit…

Hallo Monty Visconty,
hallo alle Internetjunkies,
es gibt noch eine Welt da draußen; und die verlangt manchmal soviel Aufmerksamkeit, dass einfach keine Zeit für das gute alte Netz mehr übrig ist. Das ist natürlich bedauernswert und wir sollten darüber nachdenken…
Ich gebe zu, nun ist es Zeit für eine Beichte:

Ich HASSE es, am Computer zu sitzen, ich verspüre eine menge Wut in mir, dass meine Welt von der Maschine dominiert wird, es ist mir leider noch nicht gelungen, wie Neo, vorzudringen, bis ins göttliche Herz des Systems und es ist mir noch keine Kommunikation geglückt, mit seiner unverrückbar wirkenden Struktur. Es ist für mich stets eine Begegnung mit dem Seelenfresser und ich bin mir nicht im klaren, ob sich das für uns Menschen jemals ändern wird…
Ich werde mich wieder melden, denn was nicht im Netz steht hat ja keine Wirklichkeit und um eine Blase zu generieren sollte ich als moderner Hochstapler möglicherweise nicht auf diese heißeLuftpumpe verzichten. Das Aufbereiten meiner Abbilder der realen Scheinwelt fährt natürlich viel langsamer, als der Ferrari, in dem wir gerade in eine unbekannte Zukunft fliegen. Der Rest wird Geschichte werden.
Es stimmt, wir leben in einer Zeit in der der wir uns betulichst selbst ausbuddeln (man denke an Köln) und ausbuddeln müssen, da wir uns so hastig untergraben, dass wir stetig zu Verschütten drohen. Das was wir mit der Maschine die Öl und Strom frisst geschaffen haben, wird ja auch verfallen bevor es künftige Generationen unter meterhohen Erdschichten hervorwühlen könnten. Wir können auch nicht davon ausgehen, dass diese Generationen irgend ein Interesse daran haben werden, welches an unsere Faszination für das alte Rom heranreicht. Die haben mit der Maschine, die Brot und Wasser frisst – damals durfte der Pöbel nämlich noch nicht so wunderbare Dinge tun, wie: in Plastik eingeschweißte I-Phones kaufen oder elektronisch generierte Bässe durch seine klirrenden Autofenster jagen, um ganze Stadtteile damit zu beglücken, sonder musste unter Blut und Schweiß Bauwerke herausmeißeln vor denen wir heute noch in Ehrfurcht erblassen -, also die haben nämlich lebendigeres und haltbareres geschaffen, als wir Architekten der Neuzeit uns das zu träumen wagen. Noch! …

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