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Bildberichte

Im April war ich wieder in unserem Partnerprojekt in Portugal, → Tamera. Dort habe ich mich auf den Elektro-Offroader meines Vaters geschwungen und ein Paar Bilder geknipst, die ich im zusammenhang mit dem → BIOSPHÄRENMODELLDORF-Projekt für aussagekräftig halte. Kaum zu glauben, dass das Gelände in einem Gebiet liegt, welches von der Versteppung bedroht ist.

Und welch ein Glück, dass wir dort eine echte Dependance haben.

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Neues Filmprojekt über Tamera
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Film über innovative Solartechnik

Im Kraftfeld von Vertrautheit und Befremdung, zwischen Neugier und Skepsis entsteht Begegnung, am selbstbestimmten Platz im Unbekannten, in der eigenen Botschaft. Ein vertrauter Ort der Begegnung mit dem Fremden, in der Fremde, ist die Botschaft. Hier befindet sich jeder auf der Anderen Territorium, innerhalb des eigenen Raumes. Das Selbst und das Fremde sind sich selbst, ebenso bekannt, wie überraschend neu. Das ist die Botschaft.

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BOTSCHAFTSEMPFANG in TAMERA
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Bilder: Ein Femder
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→ Tor zur Diplomatie

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Eigenheim

Saarbrooklyns Flaschenpost ins Endliche, oder der süße Traum vom Eigenheim.

„You gotta fight for your right to party“, ließen die Beastie Boys zum letzten Drittel der 80er Jahre in die Welt schallen, und erschreckend viele glauben ihnen noch heute. Nein, für das Recht auf Party muss nicht gekämpft werden, das ist definitiv in der Mitte der Gesellschaft, konsumdröhnend fest verankert, dass uns schwindlig wird. Brot und Spiele sind die Grundlage des Systems, in welches wir uns als geschichtlicher Mensch stetig selbst versetzen.

Mitte ´87 war ich 16 und habe kräftig mitgegröhlt. No future war irgendwie vorbei. Der Punk zum x-ten male für nicht tot erklärt. Nenas Luftballons verschwanden gerade hinter Udos Horizont. 304 Marschflugkörper mit Atomsprengköpfen waren, trotz massiver Proteste (auch meiner), in Westeuropa einsatzbereit stationiert. Kohl wierdergewählt. Langsam sollte die Entspannung beginnen. Quasi eine Rückbesinnung auf die privaten Werte. Jeder ist ein Star. Jeder wird wiedervereinigt. Jeder soll Spass haben. Jeder hat das Recht zu rebellieren und innerlich zu wachsen. Und natürlich kommt alles Gute aus New York. (Bis zum 11. September – Und auch bei diesem Ereignis stellt die Band, die sich „No sleep till Brooklyn“ verordnet, ihre Party in den Dienst der guten Sache eines Benefizkonzerts.) Es macht fast den Anschein als ginge ihr BEASTIE Konzept auf: Boys Entering Anarchistic States Towards Internal Excellence.

Um ihre Reife zu erlangen, wird eben schon ´87 der Aufstand geprobt, auch wenn den tierischen Jungs nichts originelleres einfällt, als in ihrem MTV-ideo eine erbärmliche Stehparty familiär unterdrückter, dauergewellt zeitgeistiger Fashion-Victims, mit Sahnetorten zu attackieren. Wenn sie die Tür stürmen, wirken sie pubertär, erstaunlich heutig (was an den zeitgenössischen Fashion-Victims liegen wird), aber auch entzückend unsicher im Ausloten einer neuen Gestik. Das brave, weiße Mittelklasse-Muttersöhnchen will schwarz werden, noch bevor Jackson richtig weiß wurde. Alle scheinen sich aus ihrer eigenen Haut zu schälen, hinein in eine neue Freiheit. Aber wie soll die aussehen? Der Fernseher wird Zertrümmert. Die unschuldig aufgedonnerten Mädchen werden auf die Couch gelegt, um dort abwechselnd angesungen und abgeküsst zu werden. Gefickt wird hinter verschlossener Türe, in der ästhetischen Wildheit eines Dieter-Hallervorden-Sketches. Aus heutiger Sicht scheinen wir uns tief in der Provinz zu befinden, noch nicht in Brooklyn, diesem Elysium der ungeschminkten Realität  – hart aber echt -, in welchem der Nigger noch den existentiellen Kampf kämpft, der bei uns längst in der neuen Langeweile stecken geblieben ist. Alles ist Kult. Und seit auch Jeder und Jede sich dicke Bässe vor die Hütte stellen kann, wird fleißig solidarisch mitgekämpft. Auch auf dem Nauwieser-Viertel-Fest.

Wo ist die Kraft zur Reflexion, zur Selbstbestimmung, zum Nicht-Mitmachen, die Adorno im Kantschen Sinne der Autonomie einfordert?

Wer sich in dem spießig entfesselten Budenzauber auf der Saarbrücker „Alternativmeile“ eingekeilt hat, wird sich dieser Frage nicht stellen, sondern möglichst schnell nach Betäubung streben und versuchen Spaß zu haben. Sich in diesem Kontext dem Erschaffen echter Freiräume zu widmen ist ebenso kühn, wie sinnfällig, da in dieser Betäubung sicherlich eine Keimzelle der eigenen Unfreiheit zu suchen ist. Auch wenn in solchen Räumen der Be-spaßung eine gewisse Leere vorherrscht, so sind sie doch quasi besetzte Räume, in denen uns eine Dumpfheit entgegenschallt, welche jene, aus stiller Begegnung geborene, reflexive Selbstbestimmung zunehmend verunmöglicht. Eine Räumung dieses permanenten Lärms aus unserer Lebenswirklichkeit ist bislang nicht in Sicht. Wie können wir uns also mit dem, um Autonomie kämpfenden Individuum solidarisch zeigen.

→ FINIT sucht nicht nur Raum, sondern auch Solidarität. Bisher mittels Leergut-Kisten, die im Viertel, an Verkehrsschilder gebunden, das Pfandsammeln erleichtern sollen. Jetzt mit einer Solidaraktion für eine in Bedrängnis geratene Kölner Gruppe und ihren Frei-Raum, der nun in Gefahr steht von seinen Befreiern befreit zu werden, um ebenso befreit von seiner Architektonischen Hülle, in einen freien Grünstreifen überführt zu werden. Offenbar sind wir von soviel Freiraum umgeben, dass es einer neuen Definition jenes Raumes bedarf, der uns schützend, als befreiender, wirklich zu umfangen vermag, und damit unserem erst zu entwickelnden Selbst offen stehen kann, statt uns im Ausleben unseres Wahnsinns zu bestätigen.

Die gemeinsame Versuchsanordnung von FINIT und dem MEMBRAN im TIGER LABOR, war in dieser Hinsicht äußerst lehrreich. Es wird sich zeigen wie diese Lehre, jener Leere entgegenzuwirken in der Lage ist. Während ich diesen Text nochmals durchschaue, erscheint jedenfalls ein Regenbogen vor meinem Fenster. Da es nirgends regnet, nehme ich dies als ein gutes Omen.

Boris

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Es ist ein ganz normaler Sonnabend in Deutschland, das heißt, es werden Buden aufgebaut, Fleischfetzen gegrillt, Kleinkinder getröstet, Sicherheitsbedenken geäußert. In welche Entwicklung sind wir da hineingeraten? Eine Messe für Initiativen und Projekte mit Bezug zur sogenannten dritten Welt, ist eben nicht anders. Es ist einer dieser Tage, an denen man morgens schon weiß, dass man es abends ganz nett gefunden haben wird, aber daran ist ja nichts schlimmes.

Unsere Bude steht hier schon seit geraumer Zeit auf festem Grund. Wir haben uns gefragt, ob man nicht noch mal was machen müsste, künstlerisch, logisch – aber auch ganzheitlich, experimentell, politisch, gesellschaftlich, einfach mal andere Fragen stellen, Experimente wagen, deren Gelingen man anfangs selber für ausgeschlossen hält, die aber dann mit einem Mal einen ganz unerwarteten Erfolg einbringen, einen neuen Gedanken und ein paar Meter, die man sich weiter in eine bestimmte Richtung bewegen kann. Jetzt ist hier Deutscher Entwicklungstag, und wir mittenmang dabei. Unsere Bude ist ein Schiff. Unser Schiff ist ein Labor. Unser Labor ist eine Kulisse. Unsere Kulisse ist öffentlich. Unsere Öffentlichkeit ist Kunst. Unsere Kunst ist Politik, und unsere Politik ist eine ganz persönliche Entwicklung.

Die Vorstellung, die dem Begriff Entwicklung zugrunde liegt, richtet sich auf ein Inneres, das bereits vorhanden ist, und sich durch das Abstreifen seiner Hülle endlich präsentiert, wie ein Schmetterling, der hässlich in einen Kokon gleichsam hinein- und wunderschön, seinem wahren Wesen gemäß, wieder hinauskriecht. (Das ist übrigens haargenau der Fetisch, der Buffalo Bill, den anderen Serienkiller in Das Schweigen der Lämmer antreibt, also den Typen, der am Ende von Jodie Foster erschossen wird).

Übertragen auf die sogenannte dritte Welt bedeutet das, dass wir davon ausgehen, dass all diese Länder ihr wahres Wesen noch verbergen, noch hässlich sind, dass sie im Grunde nicht ihrem Charakter, ihrer Bestimmung entsprechend leben. Das ist eine ziemlich krasse Unterstellung, aber deswegen muss sie noch nicht ganz falsch sein, denn wenn man die Leute einfach mal fragt, welchen Lebensstandard sie gerne hätten, dann werden sie antworten Möglichst hoch, und damit werden sie nichts Immaterielles meinen, sondern Mikrowellen und Playstations. Man kann sich elitär über diese Auswüchse der Zivilisation lustig machen, wird aber nicht um die Erkenntnis herumkommen, dass der Mensch offensichtlich auch ohne viel Werbung oder Waffengewalt zur Playstation neigt. Wir wollen sie einfach haben.

Da wir uns selber offenbar als nicht entwicklungsbedürftig begreifen, könnte man auf die Idee kommen, wir hätten bereits zu uns gefunden, knallbunte Flügel ausgebreitet und zum Flug über die Wiesen angesetzt, durch die wir uns zuvor noch als Raupen schleppen und fressen mussten. Eigentlich müsste demnach unser Entwicklungsansatz hinsichtlich anderer Länder darin bestehen, ihnen zu helfen, so zu werden wie wir, also mit Playstations, Videowall und Mikrowellen und Autos und so.

Aber so ist es ja nicht – komischerweise würden wir niemals einräumen, die Länder, die wir zu entwickeln trachten, nach unserem Ebenbild formen zu wollen -, denn eigentlich finden wir uns gar nicht so super, mit diesen ganzen Playstations, Videowalls und Mikrowellen und Autos und so; irgendwie wissen wir ja schon, dass das womöglich nicht so verträglich ist, eher schon Raubbau an Allem und Jedem, insbesondere an den Ländern, die wir unter Dritte Welt subsumieren. Also, so sollen die dann später nach Möglichkeit nicht werden, sondern irgendwie schon wie wir, also mit Menschenrechten und so, aber trotzdem dann besser. Und dringend ihren eigenen Weg finden, so als bestünde Hoffnung, dass dieser eigene Weg nichts mit Playstations zu tun hat, als hätten wir was anderes überhaupt zu verkaufen, also klar, Autos, aber darüber müssten wir noch mal reden, denn nicht, dass die dann ihr Öl selber verfeuern, das wäre irgendwie auch nicht nachhaltig.

Schon kompliziert, diese Entwicklungshilfe. Man braucht dafür ein eigenes Ministerium, denn das Wirtschaftsministerium hat natürlich keine hehren Ziele, sondern nur profane: Geld verdienen. Entwicklungshilfe dreht sich schon darum, die Welt besser zu machen, also, den gemeinen Afrikaner mental, wo schon nicht optisch, an Dirk Niebel anzunähern. Trotzdem finde ich es schon ehrlicher, einfach zu sagen, wir wollen miteinander Handel treiben, und nicht, wir wollen Euch erst mal zu Menschen machen.

Wir essen die Fleischfetzen, wir trösten Kleinkinder, wir finden die Taschen wieder, wir haben unsere Autoschlüssel dabei, wir denken daran, ausreichend Wasser zu trinken, wir erleben kein schlechtes Wetter, sondern passende Kleidung.

Aber andererseits: wenn man die Leute da unten fragen würde, wie es so aussieht, dann räumen sie freimütig ein: also ganz ehrlich, bei uns liegt schon vieles im Argen. Läuft Scheiße. Wird nichts. Also machen müsste man da vielleicht schon was. Wir bräuchten zum Beispiel viel mehr Playstations und Autos und….naja, der ganze Rest, der kommt dann schon noch, und das stimmt dann vielleicht oder vielleicht auch nicht, weiß ich ja auch nicht. Auf jeden Fall erst mal machen.

Aber alles deutsch anmalen? Straßen bauen, die ins Nichts führen? Brunnen bohren, die den Boden versalzen? Oder das mit diesen Krediten, aber dann bräuchte man ein funktionierendes Gerichtssystem, und dann müsste man wieder die Gesellschaft da unten ändern, gut, nicht, dass das schlimm wäre, wir lieben unsere Gesellschaft, kennen zumindest keine bessere, aber andererseits wollen wir ja nichts oktroyieren, außer das mit der Beschneidung, also das schon, und das ist ja dann auch mit Aufwand verbunden, Banken und Gerichte sind ganz schön kompliziert, kompliziert genug, vielleicht versuchen wir es dann doch noch mal mit so einem Brunnen, das kann ja nicht jedes Mal schief gehen, und eine Schule für Mädchen, die wir dann gleich adoptieren können…..aber gut, Sie merken schon, das ist alles gar nicht so leicht.

Neulich haben wir darüber geredet, das war schon mal gut fürs Bewusstsein. Trotzdem kann ich mir nicht helfen – ich glaube, ich entwickele mich erst einmal selber….

….ich fühle mich noch nicht so ganz als Schmetterling…….

aservatenpflichten
Dr. Gonzo

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Hintergrund und weitere Bilder:
→ Deutscher Entwicklungstag 2013
→ Zwischenbilanz
→ Presse

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pforteZum Ausbau der diplomatischen Beziehungen mit → Tamera wurde heute die erste offizielle Botschaft des MEMBRAN im TIGER LABORs in Portugal eröffnet.

diplomat

→ Botschaftsempfang

Am gestrigen Abend des 24. Juni 2013 bin ich in das Zimmer zurückgekehrt, dass sich nach dem Tod meiner Mutter nun in meinem Besitz befindet. Neben den privaten Angelegenheiten die noch zu erledigen sind, habe ich vor, die angestrebten Kooperationen in diesem Teil der Welt auszubauen. Hierfür wurde nun kurzerhand meine Dependance zur diplomatischen Vertretung ernannt.
Um die Räumlichkeit vorzustellen, habe ich bei meiner Ankunft einige Fotos gemacht, während draußen der Mond aufging.

übergangSpätestens seit der Expedition durch Türen, Durchgänge, Öffnungen und Portale – die ich am 22. Juni an der Uni Saarland leiten durfte -, ist klar, dass Tamera, die geerbten Raumkünste meiner Mutter, und das m-i-t-Lab, sinnfällig miteinander verbunden sind.
Wir trafen uns mit Prof. Dr. Amalia Barboza (Juniorprofessur Theorie und Methoden der Kulturwissenschaften) zur Besprechung. Ein paar Tage vor der offenen Tür. Auf dem Campus sind wir dann gemeinsam noch zur Vorführung des EcoFilmClubs gegangen. Und was läuft? Ein Film über Ökodörfer und ökologische Gemeinschaften in Europa, in dem Tamera eine große Rolle spielt. Also der Ort, an dem meine Mutter zuletzt lebte, an dem ich mich gerade befinde und an dem mich vor rund zwei Monaten Amalias Einladung erreichte. Und die Jurte die wir auf dem Unicampus auch wieder aufgebaut haben, ist ja ebenso ein Erbe meiner Mutter, die ich damals gerade durch den Tod begleitete.

Heidrun Pietsch oder Rune Rink (Geburtsname), wie sie sich in den letzten Jahren nannte, ist also posthum zur Mitgestalterin inhaltlicher, sowie der beherbergenden Räume unserer Laborarbeit geworden. Ich bin sehr froh über diesen immensen Zuwachs einzigartigen Potentials durch eine große Künstlerin. Es ist sehr ergreifend, mitzuerleben wie ein kreativer Mensch, die eigene Mutter, fähig ist in solchem Maße über den Tod hinaus in die Wirklichkeit zu reichen, und wie die eigene Arbeit dadurch bereichert wird. Da wird in näherer Zukunft noch so einiges sichtbar werden.

Ich bin gespannt was die Welt von → Tamera dazu beitragen kann.

welt
Der Botschafter

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Wo beginnt eine neue Ära?

Wir wissen es nicht. Doch wir versuchen es herauszufinden. Mit der Unterstützung einiger Unerschrockener haben wir begonnen, irgendwo einen Anfang zu behaupten. Vieles ist geschehen. Einiges davon kann gesehen werden. Vieles liegt noch im verborgenen und wird mit der immer unzulänglichen Schatzkarte zu suchen sein, die wir permanent zeichnen. Jetzt müssen der Kapitän und seine Mannschaft sich ersteinmal eine kurze Stranderholung gönnen, um dann zu schauen was da gemeinsam weiterzieht…

→ Die 72 Std. Aktion

→ Nachbeben (Kommunikation mit dem Ordnungsamt)

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→ Weitere Bilder

→ Nachbeben (Kommunikation mit dem Ordnungsamt)

Für den hoffentlich guten Zweck haben wir uns mit einer zwielichtigen Gesellschaft eingelassen, werden uns jedoch nur scheinbar zum willfährigen Werbeträger dieser großen, weltanschaulich vielfach dogmatisch auftretenden Vereinigung (Initiator von 72 Std.) machen. Wir arbeiten aber gerne in Allianz mit den Jugendlichen, dem Kaffee Exodus und Heiner Buchen (Pastoralreferent) zusammen, um den Nauwieser Yachtclub (unsere weltliche Instanz) zu beleben und weiter zu gestalten. Natürlich vollkommen eigennützig.

FIRST NIGHT! Seit Do. 17:00 sind wir auf großer Fahrt!

„Wir arbeiten nicht gegen die Zeit, sondern mit ihr. Wir müssen nicht fertig sein. Unsere Aufgabe ist größer. Was wir schaffen wollen, soll ein sinnvoller Beginn werden.“

Aufgabenstellung:

Ausbau und Belebung des „Nauwieser Yachtclub“
Begegnungsort für eine Kultur mit der wir weitermachen wollen

Zusammen mit dem Kapitän der „Joyce-Medea“ habt ihr die Aufgabe einen einladenden Ort zu Bauen und weiterzuentwickeln, der von Euch und anderen den Sommer über genutzt werden kann. Dieser Ort soll nicht nur Freude verbreiten und abenteuerlich sein, sondern besondere Begegnungen ermöglichen und das Fragen-Stellen über unsere Kultur fördern. Eine Kultur in der Du leben willst, und wenn die Zeit dann kommt, auch gut sterben kannst.
Ihr sollt auch erproben, was es braucht, um solch eine Kultur in die Wirklichkeit zu spinnen.

Der erste Schritt dahin wird das Einrichten der Baustelle sein, auf der ihr auch übernachten werdet. Dazu errichtet ihr zusammen eine Jurte. Das ist ein traditionelles, transportables Haus asiatischer Nomadenstämme. Das wird eure „Bauhütte“. Ein Platz an dem ihr, zusammen mit dem Kapitän, Ideen entwickelt, kochen, essen und Gäste empfangen könnt, euch ausruht, schlaft, etc..

Die Baustelle muss rund um die Uhr beaufsichtigt werden. Nachts werdet ihr euch also mit Wache halten abwechseln.

Eine von vielen Tätigkeiten wird es sein, am Freitag und Samstag Abend, die anderen Gruppen, für eine Stunde auf der Begegnungsbaustelle zu empfangen.

Es wird auch Sinn machen, das Projekt, z.B. Durch interessante Hilferufe im Radio, bekannter zu machen.

Alles weitere besprecht ihr mit dem Kapitän vor Ort, wenn die Jurte aufgebaut ist.

Und noch einmal an alle möglichen Unterstützer:
„… wir werden einiges brauchen:
Essen, Geist, Laune, Holz, Werkzeug, Begegnungen, Hilfe, wichtige Bücher (für eine Kultur mit der wir weiter machen wollen), und was uns oder euch sonst noch so einfällt. Der Nauwieser Yachtclub soll über den Sommer ein Ort der Inspiration werden. Natürlich richtig gemeinnützig. Wir werden die Welt verbessern, in 72 Std., drunter machen wir´s nicht. Selbstverständlich werden wir mit unseren Ideen scheitern, sind aber neugierig auf die neuen Gedanken, die dann erst zu Tage treten können. Vielleicht gelingt ja auch was. Wär´ ja möglich…“

→ Weitere Bilder

→ Nachbeben (Kommunikation mit dem Ordnungsamt)

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Der → Entwicklungstag ist rum, über die Bühne gegangen. Zeitweise auch Mann über Bord. Es gibt viel nachzubereiten, zu denken und immer noch eine ganze Menge zu entwickeln. Zynismus hin oder her. Die Zeitungen haben schon über uns berichtet, wir selbst noch nicht. Entwicklerstau? Vielleicht auch, zeitweise. Vor allem jedoch will das Schiff, nach langem herumdümpeln mal wieder manövriert werden, und so schaue ich gerade auch mehr über den eigenen Bug als nach achtern. Dr. Gonzo hat versprochen einen → Text zu verfassen. Wenn der redigiert ist, stelle ich ihn, zusammen mit den anderen Artikeln auf unsere Netzseite und melde mich.
Hier vorab ein Foto vom Dr. und Gina Romantica, die erfreulicher Weise mal wieder aus privaten und beruflichen Fluten aufgetaucht war. Wir lieben Dich. Komm bald wieder…

Die „Joyce-Medea“ pflügt gerade durch Baustellen, dass es eine Freude ist…
…und die nächste ist schon in reger Vorbereitung.

Der Major war in stürmischer See und hat dem Tod ins Auge geblickt. Es war eine ergreifende Erfahrung, jenseits jeglicher Banalität. Jetzt ist er zurück…
Er haucht ein sanftes Ahoi…

Hintergrund und weitere Bilder:
→ Deutscher Entwicklungstag 2013
→ Dr. Gonzos Text „Entwickeln für Anfänger“
→ Presse

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